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Friedrichsplatz-Verein: Initiative pro Kunsthalle geplant / Neuer Vorstoß zur Fassadenbeleuchtung

Anwohner für den Neubau

Die im Friedrichsplatz e. V. zusammengeschlossenen Anwohner, Geschäfts-
leute und Gastronomen befürworten mit großer Mehrheit einen Neubau der Kunsthalle. "Wir haben lange diskutiert, aber jawoll - wir sind dafür, weil ein moderner Neubau hier die ganze Anlage aufwertet", sagte Harald Steiger, der Vorsitzende, beim Neujahrsempfang des Vereins im Beauty-Salon von Reza
Shari und kündigte an: "Wir werden uns da stark positionieren und eine Kampagne starten!"


Als zweites wichtiges Thema des neuen Jahres bezeichnete Steiger die Pläne, die vier Arkadenhäuser nachts einheitlich so anzustrahlen, dass die Jugendstilarchitektur besonders zur Geltung kommt. Als Vorreiter gelten die Eigentümer vom Haus Friedrichsplatz 8, die unter Federführung von Hans und Inge Bichelmeier schon seit 2007 ihre Fassade besonders anstrahlen. Seither gibt es immer mal Versuche, auch die anderen Eigentümer zu über-
zeugen, dass sie mitziehen. "Es ist eine Mammutaufgabe, aber wir wollen sie forcieren",
so Steiger.

Ermutigt wurde der Verein, nachdem sein 2013 gestartetes Projekt "Neue Kunst aus alten Bäumen" so großen Erfolg hatte und er dafür nun auch beim Neujahrsempfang der Stadt
im Rosengarten vom Oberbürgermeister eine Auszeichnung erhielt - "als Anerkennung für einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadtgesellschaft", wie es in der Urkunde heißt. Der Friedrichsplatz e. V. propagierte mit der Galerie "Theuer und Scherr"die Idee von Künstler Sebastian Mandel, der aus den gefällten Bäumen der Augustaanlage würfelförmige Holzskulpturen schuf, deren Verkaufserlös für die Pflanzung der neuen Bäume genutzt
wird. Einen Baum pflanzte der Verein daraufhin selbst in der Augustaanlage - doch das Projekt ist nicht abgeschlossen. Es werden weitere Holzwürfel verkauft, weitere Baumspenden sollen folgen.

Gegen Raserei

Ebenso nicht abgeschlossen ist laut Steiger die Zusammenarbeit mit dem Bürger- und Gewerbeverein Östliche Innenstadt und dem "Netzwerk Kapuzinerplanken" wegen der nächtlichen Raserei. "Hier werden definitiv Wettrennen mit über 100 Kilometer in der Tempo-30-Zone gefahren, was gefährlich ist und enormen Lärm bringt", so der Vorsitzende. Aber immerhin "hat uns die Stadt nun ernst genommen" und für Februar die Installation einer Blitzanlage in der Kunststraße zugesagt, so Steiger erfreut. Er fürchtet jedoch, dass das nicht ausreicht: "Wir bleiben da dran, drängen auf weitere Maßnahmen und weitere Kontrollen", kündigte Steiger an. Man wolle weiter nicht nur das Arkadenfest ausrichten, sondern "auch für die Interessen der Anwohner und Anlieger hier kämpfen", sagte er.

Bei der Mitgliederversammlung Ende vergangenen Jahres war er einstimmig wiedergewählt worden. Nachdem die 2. Vorsitzende, Andrea Simon, weggezogen ist und sich nicht mehr zur Wahl stellte, übernahm Immobilienmaklerin Franziska Etsch ihre Position. Susanne Steiger wurde zur Schriftführerin gewählt. Auf Sergio Kessler, seit der Vereinsgründung 2005 Kassenwart, folgte Kai Stauffer.

Peter W. Ragge, Mannheimer Morgen
14.01.2014


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