Headerbild: Mannheimer Wasserturm

< Zurück

Friedrichsplatz: Verein der Anlieger unterstützt "autosymphonic" und verändert daher seinen Termin / Baumspenden für die Augustaanlage

Arkadenfest wird in den Sommer verlegt

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Das traditionelle Arkadenfest, das sonst immer im September stattfand, steigt in diesem Jahr schon am Samstag, 23. Juli. Grund ist die Großveranstaltung "autosymphonic" zum Jubiläum des Automobils am 10. September, deren Schauplatz ebenso rund um den Wasserturm sein wird. "Das wird sicherlich weltweit Aufsehen erregen und wir wollen nicht zu viele Aktivitäten an gleicher Stelle innerhalb kürzester Zeit haben", begründet Harald Steiger, der Vorsitzende des Friedrichsplatz e. V., die Verschiebung.

"Eine klasse Sache"

Der Verein wird die vom Rosengarten organisierte Großveranstaltung zum Auto-Jubiläum mit der Welturaufführung eines eigens komponierten Werks mit Licht- und Lasershow maßgeblich unterstützen. "Das wird eine klasse Sache, da machen wir gerne mit", so Steiger. Die Mitglieder des Vereins wollten für die Konzertgäste die Arkaden "zur schönen Flaniermeile machen" und für die Bewirtschaftung sorgen. "Aber nicht mit Bratwurstbuden, sondern mit Niveau - also Sushi, Früchtebar, ganz wie beim Arkadenfest", so Steiger.

Manche Mitglieder hätten dafür plädiert, wegen der "autosymphonic" das Arkadenfest ganz ausfallen zu lassen. "Wir haben das durchaus sehr kontrovers diskutiert", räumt der Vorsitzende des Vereins ein. In ihm haben sich die Gewerbetreibenden sowie einige der Anwohner am Friedrichsplatz und den angrenzenden Straßen zusammengeschlossen, um Attraktivität, Wirtschaftlichkeit und Image des Viertels zu stärken. 70 Prozent der Mitglieder hätten aber letztlich dafür plädiert, nicht ganz auf das Fest zu verzichten, um die Tradition nicht zu unterbrechen. "Man kann aber nicht zwei Wochenenden nacheinander den Friedrichsplatz für den Autoverkehr sperren, das ist nicht zumutbar", begründet Steiger, warum man in den Sommer ausweicht.

Weniger Wetterrisiko

Bei dem neuen Termin habe man zudem "das Wetterrisiko minimiert", so der Vorsitzende. "Bislang endete mit dem Arkadenfest die Open-Air-Saison, und manch einer hat unser schönes Feuerwerk verpasst, weil es nachts schon empfindlich kalt wurde, künftig haben wir mit Sicherheit mindestens zehn Grad mehr", nennt er einen weiteren Vorteil des Juli-Termins.

Neben dem Arkadenfest und der Unterstützung der "autosynfonic" hat sich der Verein für das neue Jahr ein weiteres Projekt vorgenommen. Er will sich an der Aktion "Neue Platanen für Mannheims Bürger-Allee" beteiligen und für die Augustanlage mindestens einen neuen Baum spenden, wofür 3000 Euro nötig sind. "Aber das Geld haben wir fast schon zusammen, ich hoffe, wir schaffen auch noch einen zweiten Baum - quasi als Spitze der Allee, direkt am Friedrichsplatz", ist Steiger optimistisch: "Die Augustaanlage ist das Stadt-Entree und gehört eigentlich zu dem gesamten Ensemble der Jugendstilanlage des Friedrichsplatzes, den Arkaden und dem Wasserturm", begründet er das Engagement. Schon bisher haben Bürger über 90 000 Euro für die Augustaanlage gespendet.

Mannheimer Morgen
11. Januar 2011


< Zurück