Headerbild: Mannheimer Wasserturm

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Oststadt: Friedrichsplatz-Verein plant neuen Anlauf bei den Anliegern/
Vorsitzender bestätigt

Fassaden in neuem Licht?

Der Friedrichsplatz-Verein will einen neuen Anlauf wagen, dass alle Jugendstil-Häuser rund um den Wasserturm nachts einheitlich effektvoll beleuchtet werden. "Ich denke, das hilft, dass dieser zentrale Platz in Mannheim besser zur Geltung kommt", so Harald Steiger, der erste Vorsitzende. Nachdem nun die Christuskirche komplett angestrahlt werde und bei einem der vier Häuserblocks der Eigentümer, der sich gegen die Idee bislang gesperrt hatte, das Anwesen verkaufte, "wollen wir es wieder versuchen", so Steiger.

Schon mehrere Jahre kämpfen Friedrichsplatz-Verein und Werbegemeinschaft Mannheim-City für diese Beleuchtung, Baubürgermeister Lothar Quast hatte sogar einmal alle Hauseigentümer eingeladen und ihnen von dem Beleuchtungskonzept vorgeschwärmt. Inge und Hans Bichelmeier vom Haus Friedrichsplatz 8 fungierten als Vorreiter, auch vor dem "Onyx" setzen Scheinwerfer die Fassade in Szene, aber viele Nachahmer gab es nicht. Der Verein will jetzt "noch mal versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten", kündigt Harald Steiger an.

Arkadenfest im September

Der Inhaber der Versicherungs- und Finanzierungsvermittlung "Char und Steiger" steht seit zwei Jahren an der Spitze des Friedrichsplatz e. V., in dem sich Anwohner, Geschäftsleute und Gastronomen rund um den Wasserturm zusammengeschlossen haben. Er konnte die Mitgliederzahl seit 2010 von 29 auf 51 steigern und wurde jetzt einstimmig im Amt bestätigt. Mario Keza (Huther Immobilien) gab das Amt des zweiten Vorsitzenden an Andrea Ziegler (Werbeagentur fischerziegler) ab, Sergio Kessler führt unverändert die Kasse.

Die wichtigste Veranstaltung des Vereins ist das Arkadenfest. Es soll in diesem Jahr wieder im Herbst, am 15. September, stattfinden. 2011 war es wegen der "autosymphonic" auf den Juli vorgezogen worden. "Wir dachten, in der wärmeren Jahreszeit hätten wir mehr Glück mit dem Wetter, aber bei uns war Regen, im September jedoch strahlender Sonnenschein - daher bleiben wir lieber beim Traditionstermin, statt in die hektische Zeit vor den Sommerferien zu gehen", begründete Steiger die nicht unumstrittene Entscheidung.

Auch die "autosymphonic" sei erneut diskutiert worden – wobei sich m:con-Chef Michel Maugé bei den Anwohnern für ihr Verständnis während des Aufbaus bedankte. "Es gab da kritische Stimmen, manche empfanden Aufbau und Proben bis in die Nacht schon als Zumutung, aber letztlich war es ein tolles Ereignis für ganz Mannheim und auch für unseren Platz", fasste Steiger die Diskussion gegenüber dem "MM" zusammen. Noch mehr Kritik habe es daran gegeben, dass die Stadt zu wenig gegen Jugendliche unternehme, die in den Sommermonaten nachts in der Schmuckanlage lagerten, Alkohol konsumierten und Dreck hinterließen. Auch der Vandalismus nehme zu. Von den sieben Weihnachtsbäumen, welche der Verein stets an den Arkaden aufstellt, wurde 2011 einer beschädigt, die Lichterketten abgerissen. Deshalb, aber auch wegen generell hoher Kosten von 2.400 Euro, will der Verein künftig auf den Weihnachtsschmuck verzichten.

Mannheimer Morgen
07. Februar 2012


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