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Oststadt: Neue Aktion für die Augustaanlage startet beim heutigen Arkadenfest

Sebastian Mandel

Manch einer, der die großen Stämme sah, war traurig, dass sie fallen mussten. Aber die alten Platanen der Augustaanlage, die nicht mehr standsicher waren, können doch weiter leben - als praktische und stilvolle Kunstwerke. "Neue Kunst aus alten Bäumen" heißt das Projekt, das am heutigen Samstag beim Arkadenfest gestartet wird.

Die Initiative dazu geht vom Friedrichsplatz e.V. sowie von Sebastian Mandel aus. Der freischaffender Künstler und angehende Architekt lebt und arbeitet in den Arkaden und in Viernheim. Er sah, wie die Bäume gefällt wurden, und hatte eine Idee, sie zu nutzen.

Die Stadt griff den Gedanken gerne auf und stellte ihm einige Stämme der kranken Platanen der Allee zur Verfügung: Aus ihnen schafft Mandel Design-Unikate. "Die sind extravagant, attraktiv und hochfunktional zugleich", sagt Harald Steiger, der Vorsitzende des Friedrichsplatz e. V. "Die 3-D-Würfelform der Objekte symbolisiert die Quadratestadt Mannheim und spiegelt zugleich ein dreidimensionales Denken wider", erläutert Mandel seine Idee. Schließlich könnten so der Verein als Initiator, die Bürger als Baumsponsoren und die Stadt Mannheim gemeinsam ein neues, repräsentatives Stadt-Entrée schaffen.

Sebastian Mandel stellt von dem Erlös aus dem Verkauf seiner Designobjekte, die aus dem Holz der alten Mannheimer Platanen entstehen, mindestens 50 Prozent dem Friedrichsplatz e.V. zur Verfügung. Der will sich damit an der Finanzierung von Neupflanzungen, wofür die Stadt ja um Spenden bittet, beteiligen. "Das ist Nachhaltigkeit in seiner kreativsten Form", so Steiger: "Aus den alten, gefällten Bäumen erwächst neue Kunst, die funktional nutzbar ist". Ein gemeinsamer Infostand von Verein, Künstler und Stadt ist offizieller Auftakt der Aktion und Teil des Arkadenfests. Da gibt es erstmals ein großes Holzfass, aus dem Wein und Prosecco aus Fässern ausgeschenkt werden, sowie eine Cocktailbar. Um die Kinder kümmert sich schon ab 16 Uhr wieder die Galerie theuer + scherr, wo kleine Künstler für einen guten Zweck malen. pwr

Mannheimer Morgen
15. September 2012


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